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KI-generierte Bilder im Marketing:

Was Unternehmen jetzt wissen sollten

Ab dem 2. August 2026 müssen KI-generierte oder mittels KI veränderte Inhalte wie Bilder, Videos und Audio gekennzeichnet werden. Prüfen Sie jetzt ob Ihre Inhalte darunter fallen!


Warum müssen KI-Bilder gekennzeichnet werden?

KI kann heute Bilder erzeugen, die kaum noch von echten Fotos zu unterscheiden sind. Dadurch können Betrachter den Eindruck gewinnen, dass reale Personen, Produkte, Gebäude oder Situationen dargestellt werden – obwohl das Bild vollständig künstlich erstellt wurde.

Gerade im Marketing ist Transparenz entscheidend. Kunden müssen erkennen können, ob sie ein echtes Foto, eine bearbeitete Aufnahme oder eine KI-generierte Darstellung sehen.


Wann müssen KI-Bilder gekennzeichnet werden?

Nicht jedes KI-Bild benötigt automatisch einen sichtbaren Hinweis. Entscheidend ist vor allem, wie realistisch das Motiv wirkt und ob eine Verwechslung mit einer echten Aufnahme möglich ist.

Eine Kennzeichnung ist besonders sinnvoll oder erforderlich, wenn:

  • das Bild wie ein echtes Foto aussieht,
  • nicht existierende Personen dargestellt werden,
  • reale Orte, Gebäude oder Situationen künstlich erzeugt werden,
  • ein Produkt oder eine Leistung realistischer dargestellt wird, obwohl sie nicht existiert,
  • das Bild als Referenz, Projektfoto oder Unternehmensdarstellung verstanden werden könnte,
  • Betrachter ohne Hinweis von einer echten Aufnahme ausgehen könnten.

Beispiel für KI-generierte Bilder im Marketing

Faustregel:

Je realistischer ein KI-Bild wirkt, desto wichtiger ist eine klare Kennzeichnung.

Welche KI-Bilder sind besonders kritisch?

Besonders aufmerksam sollten Unternehmen bei Bildern sein, die Vertrauen oder tatsächliche Gegebenheiten vermitteln.

  • KI-generierte Mitarbeiter- oder Teamfotos
  • erfundene Kundenprojekte oder Referenzen
  • realistisch wirkende Gebäude oder Geschäftsräume
  • künstliche Vorher-Nachher-Darstellungen
  • fotorealistische Produktbilder
  • KI-generierte Social-Media-Videos oder Animationen mit realistischem Inhalt

Weniger kritisch sind dagegen offensichtlich künstliche Darstellungen wie:

  • Illustrationen
  • abstrakte Grafiken
  • Symbolbilder
  • kreative Konzeptmotive

Teamfoto der Werbeagentur Beck als Beispiel für KI generiertes Deepfake aus Einzelbildern

Teamfoto der Werbeagentur Beck als Beispiel für KI generiertes Deepfake aus Einzelbildern


Wie sollte ein KI-Bild gekennzeichnet werden?

Der EU AI Act bringt neue Transparenzpflichten für KI-generierte und KI-veränderte Inhalte. Unternehmen sollten daher prüfen, ob KI-Bilder gekennzeichnet werden müssen und klare Regeln für ihren Einsatz festlegen.
Eine Kennzeichnung sollte einfach, verständlich und gut sichtbar sein. Möglich sind beispielsweise:

  • KI-generiertes Motiv
  • Bild mit KI erstellt
  • KI-Visualisierung
  • Symbolbild / KI-generiert
  • Visualisierung – keine reale Projektdokumentation

Die Platzierung hängt vom Einsatzbereich ab:

  • bei Social Media direkt im Beitrag oder Bildtext,
  • bei Websites in der Bildbeschreibung oder direkt am Motiv,
  • bei realitätsnahen Darstellungen möglichst unmittelbar sichtbar.

Ein versteckter Hinweis im Impressum oder Bildnachweis reicht bei besonders realistischen Motiven in der Regel nicht aus.


Was sollten Unternehmen zusätzlich beachten?

Die Kennzeichnung ist nur ein Teil eines verantwortungsvollen Umgangs mit KI-Bildern. Zusätzlich sollten Unternehmen prüfen:

  • Nutzungsbedingungen des verwendeten KI-Tools
  • Urheber- und Markenrechte
  • Persönlichkeitsrechte
  • mögliche Irreführung von Kunden

Besonders im Bereich Teamdarstellung, Referenzen und echter Unternehmenskommunikation bleiben authentische Fotos oft die bessere Wahl.


Unsere Empfehlung für den Einsatz von KI-Bildern

KI-Bilder eignen sich hervorragend für:

Blog- und Social-Media-Grafiken

abstrakte Themen und Konzeptmotive

Kampagnenideen

erste Visualisierungen

Stimmungsbilder

Für Bereiche, in denen Vertrauen und Nachweisbarkeit entscheidend sind, sollten Unternehmen weiterhin auf echte Fotos setzen:

Mitarbeiter

Referenzen

Kundenprojekte

Produktions- und Arbeitsbereiche

Veranstaltungen

Kurz zusammengefasst:

KI-Bilder sind ein wertvolles Marketingwerkzeug. Entscheidend ist ein transparenter Umgang damit.
Je realistischer ein Bild wirkt und je größer die Gefahr einer Verwechslung mit der Realität ist, desto wichtiger ist eine klare Kennzeichnung.

10 praktische Empfehlungen für Unternehmen

Schon einfache Regeln helfen, Risiken zu reduzieren und die Bildkommunikation professioneller zu gestalten.

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1. KI-Bilder bewusst auswählen
Nicht jedes beeindruckende KI-Motiv passt zur Marke. Prüfen Sie, ob das Bild zur Aussage, zur Zielgruppe und zum Unternehmen passt. Nicht alles, was möglich ist, muss auch gemacht werden.

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2. Realitätsnähe kritisch bewerten
Versetzen Sie sich in die Lage eines Betrachters: Könnte jemand denken, dass dieses Bild eine reale Situation zeigt?

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3. Keine künstlichen Referenzen erzeugen
KI-Bilder sollten niemals als echte Kundenprojekte, echte Baustellen, echte Produkte oder reale Vorher-Nachher-Beispiele ausgegeben werden.

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4. Team und Unternehmen authentisch zeigen
Für Team, Geschäftsführung, Ausstellung, Büro, Fuhrpark, Produktion oder Referenzen sind echte Fotos meist die bessere Wahl.

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5. Kennzeichnung frühzeitig mitdenken
Überlegen Sie bereits bei der Bildauswahl, ob ein Hinweis wie „KI-generiertes Motiv“ oder „Symbolbild / KI-Visualisierung“ sinnvoll ist.

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6. Kennzeichnung deutlich sichtbar machen
Bei kennzeichnungspflichtigen KI-Motiven muss der Hinweis klar erkennbar sein. Bei besonders realitätsnahen KI-Motiven sollte ebenfalls sorgfältig geprüft werden, ob und wie eine Kennzeichnung erfolgen sollte.

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7. Bildquellen intern dokumentieren
Halten Sie fest, welche Bilder mit KI erstellt wurden, welches Tool genutzt wurde und wo die Motive eingesetzt werden. Das schafft Überblick und Sicherheit.

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8. Beteiligte für den Einsatz von KI-Bildern sensibilisieren
Alle Personen, die an der Erstellung oder Veröffentlichung bebilderter Unternehmensinformationen beteiligt sind, sollten für den Umgang mit KI-generierten Bildern sensibilisiert werden. So lassen sich Missverständnisse vermeiden und ein einheitlicher, verantwortungsvoller Umgang mit KI-generiertem Bildmaterial sicherstellen.

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9. KI, Stockfoto und Fotografie sinnvoll kombinieren
Professionelle Bildkommunikation bedeutet nicht, alles mit KI zu erstellen. Oft ist die beste Lösung ein Mix aus echter Fotografie, Gestaltung, Stockmaterial und KI-gestützten Motiven.

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10. Rechtsprechung und behördliche Praxis im Blick behalten
Erfahrungsgemäß wird bei neuen gesetzlichen Vorgaben erst durch konkrete Fälle, behördliche Auslegungshilfen und Gerichtsurteile genauer geklärt, wie die Anforderungen in der Praxis anzuwenden sind. Unternehmen sollten die weitere Entwicklung deshalb im Blick behalten und ihre internen Regeln bei Bedarf anpassen.


Sie brauchen Unterstützung?

Die Full-Service-Agentur BECK unterstützt Unternehmen bei der professionellen Bildkommunikation – von der Idee über KI-gestützte Visualisierungen bis zur passenden Gestaltung für Website, Social Media und Werbung.

» Anfrage an das BECK-Team

Werbeagentur Beck Skizze eines Teammeetings zur Bildauswahl

Hinweis zu diesem Blog-Beitrag:

Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung. Bei konkreten Fragen zur Kennzeichnungspflicht oder zum Einsatz von KI-generierten Inhalten sollten Sie juristischen Rat einholen.

Stand dieses Beitrags: Juli 2026. Die rechtliche Bewertung kann sich durch weitere Leitlinien, behördliche Auslegung und Rechtsprechung konkretisieren.

So finden Sie uns!

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